Bildbearbeitung: Sinn oder Unsinn?

Hallo ihr Lieben,

ein großes Thema in der modernen Tierfotografie ist definitiv die Bildbearbeitung. Neben einigen Stimmen, die behaupten, die Bildbearbeitung hätte schon gar nichts mehr mit der Fotografie zu tun (oh doch, das hat es! Hallo 21. Jahrhundert), hört man es in der Fotografenszene auch öfter „Wiiiie, du bearbeitest deine Fotos nicht? Das geht ja mal gar nicht!“ (oh doch, das geht!)

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Am Ende entscheidet der Geschmack und schön ist was gefällt.

Dass da jeder seinen Weg finden sollte ist klar. Ich persönliche habe mich für die Bildbearbeitung entschieden und behaupte einfach mal ganz frech, dass das meine Fotos irgendwie ja auch ausmacht und ihnen vielleicht sogar einen klitzekleinen Wiedererkennungswert verleiht.

Trotzdem: ich bin kein Photoshop-Profi (wie oft ich bei YT-Tutorials staune, was so alles möglich ist, wenn mans kann… ). Aber ich weiß, wie ich es für mich optimal nutzen kann. Ich versuche meine OOC Fotos in ihrer Bildwirkung durch die Bearbeitung zu unterstützen und nicht völlig andere Fotos aus ihnen zu machen. Mein Prinzip ist hierbei: Photoshop macht aus einem schlechten Foto kein Meisterwerk. Gutes Ausgangsmaterial ist unabdingbar und somit auch die Technik und das Können hinter der Kamera (und nicht nur hinter dem PC). Aber wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regeln 😉

Kurz und knapp: die Bildbearbeitung ist in der Glücksmomente-Schmiede absolut nicht wegzudenken. Man lernt täglich dazu und es macht Spaß damit zu arbeiten. Für meinen Geschmack sollte man es aber nicht übertreiben. Weniger ist manchmal mehr, nicht wahr? :-)

Da ich häufig Nachrichten und Mails erhalte, die meine Bildbearbeitung betreffen, zeige ich euch hier mal zwei Fotos, die sich vom Grad der Bearbeitung nicht enorm unterscheiden. Ich hoffe, dass es für den ein oder anderen von euch ganz interessant sein könnte, wie meine Fotos ohne Bearbeitung aussehen und was ich daraus mache.

(Beide „Vorher“-Fotos sind OOC!)

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Australian Cattle Dog „Bounty“

Hundefotografie Karlsruhe Glücksmomente Australian Cattle Dog

Bei dem Foto von Bounty hatte mir die mystische Ton-in-Ton-Stimmung inkl. Gegenlicht so gut gefallen. Bounty fügt sich wunderbar in das Foto ein – hierbei nutzte ich die Wurzel eines umgefallenen Baumes. Glücklicherweise kam das Licht von links hinten. Gegenlicht nutze ich sehr sehr gerne, wenns passt und unterstützte es bei diesem Foto in meiner Bearbeitung durch einen Lichtpunkt, den ich direkt hinter Bounty gesetzt habe. Absolutes Muss: die Augen hervorheben. Nun erhöhte ich den Kontrast, dunkelte die Wurzel ab, sättigte das Foto und lies den störenden kleinen Ast im Vordergrund verschwinden – FERTIG!

Hundefotografie Karlsruhe Glücksmomente Australian Cattle Dog

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Welsh Corgi Pembroke „Nele“

Hundefotografie Karlsruhe Glücksmomente Welsh Corgi Pembroke

Nele… Ja was soll ich sagen <3 Diese kleine Corgi-Maus hätte ich auch in strömenden Regen stellen können und sie hätte trotzdem zucker ausgesehen. Perfekt fand ich hier mal wieder (wie schon bei Bounty), dass die Umgebungsfarben wunderbar zum Hund passen. Wie ich zuvor schon besprochen habe: ein gutes Ausgangsmaterial ist unabdingbar. Deshalb versuche ich schon beim Fotografieren, die richtige Stimmung einzufangen. Ich finde es nämlich wichtig, dass man als Fotograf auch seine unbearbeiteten Fotos mag.

Hundefotografie Karlsruhe Glücksmomente Welsh Corti Pembroke

Auch hier musste ein störender Ast weichen. Wie bei Bountys Foto erhöhte ich Kontrast/Sättigung, fügte eine Vignette hinzu, hob die Augen hervor und als kleines i-Tüpfelchen setzte ich ein kleines Highlight im Hintergrund.
Wer tatsächlich bis zum Ende gelesen hat, darf mir gerne Feedback hinterlassen, ob sich Vorher-Nachher-Beiträge öfter auf meinem Blog verirren sollten.

 

Beste Grüße

Rona

5 thoughts on “Bildbearbeitung: Sinn oder Unsinn?

  • Ich habe bis zum Ende gelesen und bin stark dafür :-) Ich finde Vorher-Nachher-Beiträge spannend, weil ich selbst ein absoluter Photoshopfan bin (aber es leider nicht sooft lernen kann, wie ich gerne würde :-)).

    • Yeah, ich hab das Gefühl du bist immer treue „Bis-zum-Ende-Leserin“ 😀 Danke!
      Photoshop ist echt eine Sache für sich. Wenn man da nicht dahinter bleibt, vergisst man so schnell (mir geht das immer so und gucke mir manche Tutorials für Funktionen, die ich sehr selten brauch, auch gerne zum 10. Mal an :D).
      Ich werde bald mal wieder ein Vorher-Nacher posten :-)

  • ja ich habs auch bis zum Ende gelesen und ich finde Vorher-Nachher Fotos genial, aber bei dir sind die Ausgangsfotos ja schon echt ein Wahnsinn.

  • Ich muss gestehen, dass ich die Unterschiede von vorher zu nachher ganz prima finde und du mit der Bearbeitung überhaupt nicht übertreibst, sondern, wie du schon schriebst, das Beste aus den Fotos rausholst. Nun kann ich dich auch verstehen.

    Gruß, Dörte

  • Sehr schöner Blogbeitrag. Auch ich arbeite hier und da mal mit Photoshop und natürlich interessieren mich vorher/nachher Bilder ganz besonders :)

    Liebe Grüße Luisa

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